Osprey Mutant 38

 

Der Mutant ist ein echter Allrounder für alle möglichen Spielarten des Bergsports. Die von mir getestete 38 l Version ist dabei die mittlere Größe. Es gibt ihn auch noch in einer 22 l und einer 52 l Version. Er ist ganz klar kein puristischer Minimalisten Rucksack sondern dafür gemacht sowohl bei alpinen Mehrseillängen, beim Eisklettern, bei hochtouren, bei Skitouren oder auch mal nur beim Sportklettern oder Wandern aus dem Schrank zu dürfen.

Den 38 l Rucksack gibt es in zwei Rückenlängen wobei die größere (M/L) auch bei über 1,9 m Körpergröße hervorragend passt.

Der Rucksack ist mit zahlreichen Details ausgestattet, darunter:

  • einem separaten Helmnetz das sowohl auch der Deckeltasche als auch am Hauptfach befestigt werden kann

  • einer abnehmbaren Deckeltasche mit Schlüsselclip und einem Flapjacket um den Rucksack auch ohne Deckeltasche wetterfest zu machen

  • Riemen zur Seilbefestigung

  • Haul-Loops zum Nachziehen des Rucksacks in schweren Seillängen

  • seitlichen Kompressionsriemen

  • Skihalterungen

  • zwei Eisgerätehalterungen

  • nicht abnehmbare Hüftflossen mit Materialschlaufen und Eisclipper-Lasche

  • sehr große Öffnung des hauptfachs zum einfachen Packen

  • Innenfach für Trinksystem

  • herausnehmbare Rückenplatte mit Alugestänge

Durch die modulare Bauweise kann der Mutant von einem Ausgangsgewicht von ca. 1275 gr. durch das Herausnehmen der Rückenplatte samt Alugestänge auf 1032 gr. gedrückt werden. Wenn man dann noch die Deckeltasche samt Helmnetz zuhause lässt bleiben noch  ca. 840 gr.

Hervorzuheben ist definitiv das sehr gute Tragesystem. Durch die fest angebrachten Hüftflossen wird die Last sehr effektiv auf die Hüfte übertragen und schont so die Schultern. Auch bei längerer Hochtour mit typischem gepäck samt Seil usw. war der tragekomfort deutlich höher als bei typischen Kletterrucksäcken. Nachteilig ist, dass der Gurt beim Klettern dann auch nicht abgenommen werden kann. Ich habe den Gurt einfach nach hinten umgeschlagen was einwandfrei funktioniert, nur wird hier die weiche Innenseite der Hüftflossen natürlich dann dem Abrieb am Fels ausgesetzt. Ist bisher noch kein Problem - könnte es aber noch werden.

Sehr angenehm ist die große Öffnung des Hauptfachs, wodurch sich auch sperrige Gegenstände wie lange, dicke Sportkletterseile oä. schnell verstauen lassen. Schön wäre noch gewesen wenn für das Innere des Rucksacks nicht schwarz gewählt worden wäre sondern eine helle Farbe dann würde man besser sehen was schon im Rucksack drin ist. Außerdem wäre es praktisch eine kleine Reißverschlusstasche im Inneren oberhalb des Fachs fürs Trinksystem zu haben wo man den Schlüssel uä. verstauen kann wenn man das Deckelfach zu Hause lässt.

Der Schlüsselclip ist optimal um den Schlüssel oä. nicht zu verlieren bzw. nicht lange Suchen zu müssen. Hier sieht man außerdem schon den Ausgang fürs trinsystem und oben kann man das Fach für das Helmnetz erahnen.

Hier versteckt sich das Helmnetz, das entweder gleich hier eingesetzt werden kann...

oder auch vorne am Hauptfach montiert werden kann falls man z.B. mal das Deckelfach nicht mitnehmen mag.

Die Deckeltasche lässt sich einfach ab”klippen”...

… damit es jetzt nicht durch die Öffnung reinregnen kann gibt es oben drin versteckt das FlapJacket, das einfach in die Steckschnallen eingeclippt wird wo normalerweise die Deckeltasche befestigt wird.

Der Seilriemen ist auch dann noch frei zugänglich und fixiert das Seil oben. Zusätzlich können die Kompressionsriemen noch mit genutzt werden wenn das Seil länger als im Bild aufgenommen wird.

Das Material (420HD Nylon Packcloth) macht einen sehr robusten Eindruck und wirkt bisher fast wasserdicht.

Die Eisgerätebefestigung ist sehr einfach und bombenfest. Die Haue durchstecken und dann das blaue Aluminiumstück durch das Loch am Gerätekopf fädeln. Oben dann einfach mit dem Gummizug fixieren und fertig. Lässt sich auch mit Handschuhen schnell und einfach bedienen.

Alles in Allem ein sehr durchdachter Allround-Rucksack mit einem super Tragesystem. Der Rucksack wird mich definitiv noch auf vielen unterschiedlichen Touren begleiten.


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